Tofu Wissen

Tofu begleitet uns seit Jahrtausenden und hat es von der asiatischen Küche längst auf unsere Teller geschafft. Was viele nicht wissen: Hinter diesem unscheinbaren weißen Block steckt echtes Kraftfutter! Mit etwa 12g Eiweiß pro 100g ist er nicht nur für Vegetarier ein echter Sattmacher.

Ich war selbst überrascht, wie einfach die Herstellung ist. Man weicht Sojabohnen ein, macht daraus Milch und lässt diese mit etwas Nigari (klingt kompliziert, ist aber nur Meersalz-Extrakt) gerinnen. Nach dem Pressen hat man seinen eigenen Tofu – und der schmeckt tatsächlich frischer als gekauft!

Die Unterschiede zwischen den Tofusorten sind übrigens gewaltig: Seidentofu zerläuft fast auf der Zunge und passt perfekt in Desserts, während der feste beim Anbraten eine knusprige Kruste bildet.

Mein Tipp: Vor der Zubereitung immer pressen und marinieren – das macht geschmacklich den entscheidenden Unterschied.

Was mich besonders beeindruckt: Er ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Wenig Fett, kein Cholesterin und viel Kalzium machen ihn zu einem echten Allrounder in der Küche.

Kein Wunder, dass der Tofumarkt jährlich um etwa 5% wächst – die kleine Bohne hat noch viel vor!

Wissen:

  • Tofu-Typen: Es gibt mehr als 15 verschiedene Tofu-Arten, darunter Seidentofu mit cremiger Textur, festen Tofu für Bratgerichte und geräucherten Tofu mit intensivem Aroma.
  • Nährwertprofil: Er enthält durchschnittlich 8-15g Protein pro 100g und ist reich an Kalzium, Eisen und Isoflavonen, die gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen.
  • Selbstherstellung: Mit nur drei Grundzutaten – Sojabohnen, Wasser und einem Gerinnungsmittel – kannst du in etwa 2 Stunden frischen Tofu zu einem Bruchteil des Kaufpreises herstellen. Wie du Tofu selber machen kannst.
  • Zubereitungsmethoden: Für optimale Geschmacksentwicklung solltest du ihn vor dem Braten mindestens 30 Minuten pressen und marinieren, wodurch die Textur verbessert und Aromen besser aufgenommen werden. Einfach Tofu zubereiten.
  • Geschichtliches: Tofu wurde vor über 2.000 Jahren in China entdeckt und verbreitete sich im 8. Jahrhundert nach Japan, bevor er im 20. Jahrhundert auch in westlichen Ländern populär wurde. Lies hier alles, was Tofu ist.
  • Aufbewahrung: In Wasser eingelegt und im Kühlschrank aufbewahrt, bleibt Tofu bis zu einer Woche frisch; durch Einfrieren verändert sich die Textur zu einer schwammigeren Konsistenz, die mehr Marinade aufnimmt.

Letzte Worte:

Nach meiner ersten Begegnung mit Tofu vor Jahren war ich skeptisch – heute kann ich mir meine Küche ohne ihn nicht mehr vorstellen. Was mich überzeugt hat? Die Wandelbarkeit dieses simplen Produkts ist einfach erstaunlich! Ob im cremigen Frühstückssmoothie oder kross angebraten zum Abendessen – er spielt mit, wenn man ihn richtig behandelt.

Mein persönlicher Aha-Moment kam, als ich verstand, dass er nie der Star des Gerichts sein will, sondern ein Team-Player ist, der Aromen aufnimmt und transportiert. Mit etwas Übung und den richtigen Tricks wird aus dem oft belächelten „langweiligen weißen Block“ ein echter Küchenheld.

Probiert es selbst aus – vielleicht mit einem selbstgemachten Kräutertofu oder einer würzigen Marinade. Ich verspreche: Die Zeit ist gut investiert, und euer Gaumen (und Körper) wird es euch danken!